Chronische Entzündungen


Meist denkt man bei dem Thema an die sofort sichtbaren Entzündungen, wie Zahnfleischentzündungen oder Ohrenentzündungen. Bei Hunden sehe ich meist Ohrenentzündungen, bei Katzen eher Zahnfleischentzündungen.

Schulmedizinisch werden sie beide wie Hautausschläge behandelt: lokal. Als würde man den Kotflügel eines Autos reparieren, völlig losgelöst von Motor und Getriebe.
Also gibt es Antibiotika, oft auch Cortison, um möglichst effektiv alles “wegzukriegen”.
Bei Ohrenentzündungen auch gerne Suspensionslösungen, die beides enthalten, plus noch Antipilzmittel, Schmerzmittel, Juckreizstiller. Das volle Paket also.

Dummerweise sind Tiere keine Autos. Es sind höchst lebendige Organismen, deren Äußeres in ständigem Austausch und Kontakt mit dem Inneren steht.
Und so wird meist verkannt, dass eine äußere Entzündung meist das Zeichen dafür ist, dass im Inneren etwas im Argen liegt.
Dann mag man zwar die Ohrenentzündung mit brachialen Mitteln wegbehandelt haben – aber die Störung im Inneren bleibt. Da der Körper aber immernoch innerlich Probleme hat, er dies aber nicht mehr an den Ohren anzeigen kann, wird er sich einen anderen Weg suchen. Sehr oft erscheint dann irgendwann Asthma.
Was gibt es dagegen? Cortison.

Man darf sich nicht täuschen, auch lokal verabreichtes Cortison gelangt (natürlich) irgendwann ins Körpersystem.
Und dann ist womöglich Cushing da. Oder Diabetes.
Und so reist die Krankheit im Körper umher. Wird vertrieben, sucht sich ein neues Ventil, zeigt Nebenwirkungen auf die Medikamente und entwickelt eine Krankheit nach der nächsten. Und das ursprüngliche Problem bleibt bestehen und verschlimmert sich mit der Zeit.

Auch in der Naturheilpraxis schaut man sich die Leiden eines Hundes mit Ohrentzündung natürlich nicht einfach an und wartet ab, bis die Mittel wirken. Auch wir setzen lokale Mittel/Spülungen ein, um erstmal das schlimmste Gejucke, die Schmerzen und die Entzündung zu lindern. Allerdings nur eingebunden in eine ganzheitliche Behandlung, um nicht nur dieses eine Symptom zu unterdrücken. Und mit Mitteln, die sanft sind und nicht den Körper insgesamt weiter vergiften.

Bei den Katzen und ihrer Zahnfleischentzündung läuft es ganz ähnlich. Antibiotika, Cortison. Bei eher fortschrittlichen Medizinern gibt es dann vielleicht auch mal Lysin, eine Aminosäure.
Wenn das alles nicht hilft, schiebt man es auf das Immunsystem, das sich das irgendwie gegen die eigenen Zähne richtet. Also werden alle gezogen.
Manchmal hilft das tatsächlich – oft genug aber auch nicht.
Und so gibt es Katzen, die mit ihren zwei Jahren keine Zähne mehr haben, aber trotzdem ständig entzündetes Zahnfleisch. Das ist dann der Moment, indem oft mit der Cortison-Dauertherapie gestartet wird. Oft mit Depotspritzen und den bekannten Nebenwirkungen.

Niemand denkt daran, dass vielleicht ein Mikronährstoff dringend fehlt. Oder dass man einen genauen Blick auf die Leber oder die Nieren werfen müsste, obwohl die Blutwerte vielleicht noch in Ordnung sind.

Für uns Naturheilkundler sind (chronische) Entzündungen niemals “die Krankheit” an sich, sondern ein Zeichen dafür, dass der Körper versucht, irgendetwas im Innern abzuarbeiten. Giftstoffe auszuleiten.
Das Immunsystem arbeitet heftig, schafft es aber nicht, dagegen anzugehen.

Eine andere Liga bei den chronischen Entzündungen sind diejenigen im Innern

Seien es Leberentzündungen, Pankreasentzündungen, oder Darmentzündungen.
Diese “großen” Entzündungn sind relativ einfach per Blutbild festzustellen und können dann schonmal mit der passenden Diät ganz gut in den Griff bekommen werden. – Nur die Ursache für das Problem wird so nicht beseitigt werden können, es sei denn, über lange Zeit wurde das komplett Falsche gefüttert und hat so die Entzündung ausgelöst.
Also man muss auch dort unbedingt versuchen, die Ursache(n) herauszufinden und diese körperliche Schwachstelle heilen. Das Problem könnte sonst sein, dass man entweder ewig Diät füttern muß, oder dass die Entzündung trotz ewiger Diät irgendwann wiederkommt, gerne noch mit weiteren Problemen im Schlepptau.

Schwierig wird es bei den Mikroentzündungen im Innern.

Kaum ein Arzt hat die auf dem Schirm, auch nicht die Humanmediziner. Meist nicht einmal einmal die menschlichen Patienten.
Der Grund dafür liegt darin, dass diese winzigen Entzündungen meist keine Schmerzen verursachen. Es gibt kein Fieber, keine Rötung, Schwellung oder Eiter oder sonstige normale Entzündungszeichen.
Deshalb werden sie auch als “stille Entzündungen” bezeichnet.

Was es aber gibt, sind andere Symptome, die man oft gar nicht mit einer möglichen Entzündung im Körperinnern verbindet.
Unverträglichkeiten zum Beispiel. Unerklärliche Durchfälle. Fettleibigkeit oder Diabetes. Oder auch psychische Zeichen, wie Gereiztheit oder Traurigkeit.
Unter Umständen sieht man an einigen Blutwerten, dass da irgendwo etwas gärt.

Und dann kommt das große Feld der Allergien bis hin zu Autoimmunerkrankungen.

Wer denkt bei einer Schilddrüsenunterfunktion an Mikroentzündungen? Oder bei Hautproblemen? Oder bei Autoimmunerkrankungen wie Schäferhundkeratitis, Lupus, Polyarthritis, Pemphigus und vielen weiteren?

Aber auch bei “normalen” Allergien sind Entzündungen beteiligt.

Und dann ist man unter Umständen bei einem erschreckenden Thema: Tumore und Krebs

Stille Entzündungen können Tumore verursachen. Die müssen ja am Anfang nichteinmal bösartig sein.
Da ist das Problem aber oft: diese Tumore werden entfernt, kommen aber wieder. Und wieder. Und wieder. Und irgendwann können sie bösartig werden.

Besonders dort sieht man sehr schnell und drastisch, dass es nicht ausreicht, Tumore (egal, ob gutartig oder bösartig) einfach operativ zu entfernen. Solange der Grund für die Krankheit noch da ist, werden die Tumore wiederkommen. Und irgendwann nicht nur bösartig, sondern auch an Stellen, an denen man sie nicht mehr operativ entfernen kann.

Bei allen Arten von Entzündungen ist die Ernährung extrem wichtig

Die Ernährung ist der Hauptfaktor, mit der wir beeinflussen können, wie sich Entzündungen entwickeln.
Entweder mit Dingen, die die Entzündung regelrecht anfeuern, oder mit welchen, die das ganze Geschehen beruhigen.

Sie muß nicht nur entzündungshemmende Vitalstoffe und Zusätze enthalten, sondern auch besonders reich an den benötigten Mikronährstoffen für das Immunsystem sein und viel gute Energie liefern.

 Fleisch ist nicht gleich Fleisch, genauso wenig, wie Fett gleich Fett ist.

Wie bei jeder Erkrankung: Die Ernährung ist die Basis. Sozusagen die tragende Säule für die Gesundung.
 
 

 

 

 

 

 

 


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