Antibiotika, Homöopathie & Co

Oft werde ich gefragt, ob es denn überhaupt Sinn hätte, ein Tier in meine Behandlung zu geben, weil es gerade eine Antibiotika”kur” mache, oder Cortison bekommen habe.

Um es vorab schonmal zu sagen: ja, es macht absolut Sinn!
Wenn Ihr Tier dermaßen krank ist, dass es unbedingt Antibiotika oder gar Cortison brauchte, geben ihm die Pharmazeutika vielleicht eine schnell benötigte Hilfe, damit es sich erstmal besser fühlt.
Das wiederum könnte den sanfteren, naturheilkundlichen Mitteln einen Moment Zeit geben, bei chronischen Krankheiten erstmal überhaupt ihre Wirksamkeit zu entfalten.

Die chemischen Medikamente heilen eher nicht, meist unterdrücken sie nur die Symptome. Während Ihr Tier erstmal durchatmen kann, z.B. bei Asthma, werkeln aber die homöopathischen Mittel sozusagen im Hintergrund und fangen an, den Organismus langsam umzustellen.

Antibiotika und Cortison sind nicht “die Killer”, als die sie oft, oder in manchen Kreisen, dargestellt werden. Im Gegenteil, sie können absolut lebensrettend sein! Man sollte sie allerdings unbedingt mit Bedacht einsetzen, und auch nur dann, wenn es wirklich nicht anders geht.

Es gibt auch die Fälle, wo man gar keine Wahl treffen kann, weil nur beides gleichzeitig hilft und sich ergänzt, also sowohl Antibiotika, als auch gleichzeitig naturheilkundliche Mittel.
Und nein, Cortison blockiert die naturheilkundliche Behandlung auch nicht.
Ob das auf Ihr Tier, bzw. den Einzelfall zutrifft, sieht man nur in der jeweiligen Situation.

Wird es zur Routine, einem Tier mehrmals im Jahr “Antibiotika-Kuren” angedeien lassen zu müssen, ist das schlecht. Das ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass lediglich Symptome unterdrückt werden, und auch das nur für kurze Zeit.
Sowie der Körper wieder in der Lage ist, sich zu wehren, sind alle Symptome wieder da. – Oder, was noch sehr viel schlimmer ist, die Krankheit wird regelrecht nach innen gedrückt.
So kann aus einer zunächst unangenehmen, aber recht harmlosen Ohrenentzündung plötzlich Asthma werden.

Hier noch schnell ein Wort zum Thema Entgiftung nach medikamentösen Behandlungen

Wir Naturheilkundler sind uns bewußt, dass sehr oft nach pharmazeutischen Behandlungen etwas im Körper zurückbleibt. Wir nennen das “Schlacken”. Das sind natürlich keine echten Schlacken, im Sinne von Schlamm, sondern Spuren von nicht abgebauten Medikamentenresten.
Und selbst diese winzigen Reste können manchmal Probleme machen. Das ist dann übrigens der Punkt, an dem wir davon sprechen, dass erstmal “entgiftet” werden sollte.
Der Sinn der Sache liegt darin, dass selbst diese kleinen Medikamentenrückstände manchmal eine Wirkung unserer Mittel – und somit die Heilung Ihres Tieres – verhindern kann.


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